Fit für 2050 in Hallwang

Fit für 2050 Radtour 2021 – Besuch der e5 Gemeinde Hallwang

Nach dem Kulturhaus werden nun sowohl die Volkschule als auch die Kinderbetreuung Energieeffizient u Ressourcenschonend errichtet und neue Maßstäbe gesetzt.

Im Rahmen des e5 Programms wird auf Förderungen angeboten- bestehende Landesförderungen werden seitens der Gemeinde aufgebessert und sollen so Anreize in der Bevölkerung schaffen. Als e5 Gemeinde setzt Hallwang mit gezielten Fördermaßnahmen für Private so auch Anreize für die Bevölkerung.

Vizebürgermeisterin von Hallwang, Bettina Hauser: “Wir fangen schon bei den Kleinen an – Volkschule und Kindergarten nehmen am Klimaaktivprogramm (klimaaktiv) teil.“

Mehr Informationen zum e5 Programm: e5-gemeinden.at

 

 

Hallwang

Weblink: hallwang.at

Fit-für-2050 Radtour 2021 Stopp in Eugendorf

Besuch der Klimabündnis-Gemeinde Eugendorf

Eugendorf ist die Gemeinde mit den meisten Radkilometern bei der Aktion “Österreich radelt” und setzt auch mit Carsharing im Wohnbau auf das Thema Mobilität, erzählt die Eugendorfer Mobilitätsbeauftrage Angela Lindner. 

Das Lastenrad mit dem Karin Hörmanseder unterwegs ist, ist für sie ein gutes Zeichen, wie auch größere Dinge ökologisch transportiert werden können. Im Gemeindeamt wird schon längere Zeit nur Bio-Fairer Kaffee getrunken. Gerne werden in zukünftig noch andere Sorten Bio-Fairer Kaffee ausprobt. Auch in der Pfarre soll es künftig FAIRTRADE-Kaffee geben, sagt Pfarrgemeinderat Hubert Herzog. 

Die Botschaft beim Einkauf von allen Produkten auf fairen Handel und Nachhaltigkeit zu schauen ist angekommen. Bürgermeister Johann Strasser geht in der Gemeinde mit gutem Beispiel voran.

Eugendorf

Weblink: www.eugendorf.at

Fit für 2050 - Unterwegs für Klimaschutz und Fairen Handel mit den Salzburger Fairtrade Gemeinden

Fit für 2050 Radtour 2021: Wieder unterwegs vom Flachgau in den Pongau, den Pinzgau und das Salzburger Saalachtal

Es geht wieder los: Nach Reparaturarbeiten am Anhänger startete heute die Botschafterin für FAIRTRADE, für Ressourcenschonung und für SALZBURG 2050 – die Klima- und Energiestrategie des Landes, mit dem letzten Abschnitt quer durchs Bundesland Salzburg.  

Wieder mit dabei ist eine Espressomaschine, Kaffee und FAIRTRADE-Schokolade, sowie ein Solarmodul, das schon bei der Radtour 2020 für eine lückenlos gut gekühlte Schokolade auf den mehr als 1500 km durch alle Salzburger Bezirke gesorgt hat.

Wie bei der Tour 2020 werden engagierte Gemeinden, Unternehmen und Institutionen besucht, mit dem Ziel Menschen für Klimaschutz u Fairen Handel zu motivieren.

Bei traumhaftem Spätsommerwetter war heute  Start im Salzburger Flachgau von Köstendorf über Seekirchen am Wallersee, Eugendorf, Salzburg Stadt, Puch nach Golling. Der weitere Weg führt dann über den Pass Lueg nach Bischofshofen, Kaprun, Krimml und wieder retour nach Zell am See, Weißbach bei Lofer und in die Stadt Salzburg, wo am 16.09.2021 eine Abschlussfeier geplant ist.

Aktueller Tourplan: www.fit-4-2050.at/fit-4-2050-radtour-2021/

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Klimaschutz und Fairer Handel trifft auf Kultur

Das letzte Konzert des Konzertbiathlons für die Frauen im Land Salzburg von Franziska Strohmayer, die insgesamt 6 Konzerte in allen Salzburger Bezirken gespielt und die Wegstrecke dazwischen mit dem Fahrrad bewältigt hat, fand am Samstag im Cafe Universum statt. Das letzte Stück von Eugendorf zum Konzert sind wir gemeinsam geradelt. Auf dem Weg haben wir unsere Erfahrungen ausgetauscht, die sich trotz unterschiedlicher Ausrüstung dann doch nicht viel unterschieden haben – von Tränen bis Juchzen war alles dabei😊.

In der Stadt Salzburg haben wir sehr viel Wertschätzung von LH-Stv. Heinrich Schellhorn erfahren, der das anschließende Konzert sichtlich genossen hat.

Es war ein wunderschönes Konzert, mitreißend und bewegend. Danke an das Land Salzburg für die Unterstützung, die diese beiden Touren möglich gemacht haben/möglich machen, die Wertschätzung der Menschen unterwegs und an den Stationen und an Franziska für den gemeinsamen Tourenabschnitt und die wunderbaren Klänge!

Im Bild: Karin Hörmanseder (Beauftr. Fairtradegemeinden), Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, Franziska Strohmayr (Violinistin). Fotos: Land Salzburg/Neumayr/ Hörmanseder

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Fit für 2050 @ Konzertbiathlon – das letzte Stück vor der Sommerpause gemeinsam mit Franziska Strohmayer, die auf dem Weg zu ihrem letzten Konzert ihres Konzertbiathlons ist

heute um 11 Uhr spielt Franziska Strohmayer im Cafe Universum in der Stadt Salzburg das letzte Konzert ihrer Konzertreise durch alle Salzburger Bezirke. Anstrengend war die Tour, besonders die Strecke von Neukirchen am Großvenediger nach Tamsweg – über den Tauern. Und schön, wenn man es geschafft hat! Wir genießen die kurze, gemütliche Strecke von Seekirchen ins Cafe Universum in Salzburg und freuen uns aufs Konzert 🙂

Mehr zu dem Konzertbiathlon unter: https://www.franziska-strohmayr.com/start/kulturbiathlon-frauen-im-land-salzburg/

 

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Kulinarische Fit für 2050 Konzertbegleitung– Treffen mit Franziska Strohmayer bei ihrem Konzertbiathlon in Hallein

Franziska Strohmayer ist bei ihrem Konzertbiathlon mit dem Rad und der Violine unterwegs und spielt Konzerte in allen Salzburger Bezirken.

Im Zentrum ihres Konzertbiathlons stehen die Frauen im Land Salzburg – sie spielt die Werke von 6 Komponistinnen, die mit ihren Werken an Frauen in Salzburg erinnern. In Hallein war das erste Konzert, und 4 Komponistinnen waren ebenfalls vor Ort.
Ihre Konzerttermine: https://www.franziska-strohmayr.com/start/kulturbiathlon-frauen-im-land-salzburg/

Am Samstag, 10. Juli 2021 treffen wir uns bei ihrem Abschlusskonzert im Cafe Universum in Salzburg noch einmal.

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FAIRTRADE School BHAK/ BHAS Hallein – „Yes, we did it“ jubeln die Schüler:innen der BHAK/BHAS Hallein

Die Schüler:innen der BHAK/BHAS Hallein haben es trotz der Corona-Pandemie ein Zeichen gesetzt! Das FAIRTRADE-Schools-Team, bestehend aus engagierten Schüler:innen und Lehrer:innen, sowie der Direktion hat es geschafft, trotz aller Widrigkeiten, die das vergangene Schuljahr mit sich gebracht hat, sich mit den globalen Lieferketten auseinanderzusetzen und sich Einblicke zu verschaffen, wie der Faire Handel wirkt. „Yes we did it“, ist das FAIRTRADE-Schools – Team zu Recht stolz.

Das Engagement der Schule wurde am 1. Juli 2021 mit der Auszeichnung FAIRTRADE-School gefeiert, bei der Bürgermeister Alexander Stangassinger, Vizebürgermeister Florian Scheicher und der FAIRTRADE-AG-Leiter der FAIRTRADE-Stadt Hallein ebenfalls gratulierten.

„Umwelt-, Klimaschutz sowie der Faire Handel sind wichtige Themen in einer immer stärker werdenden Globalisierung, die uns auch als Stadtgemeinde ein Anliegen sind. Als FAIRTRADE-Stadt ist Hallein stolz auf seine Schulen, die den FAIRTRADE-Gedanken leben und weitertragen!“ Bürgermeister Alexander Stangassinger, Stadt Hallein, anlässlich der Ernennungsfeier der BHAK/BHAS Hallein zur FAIRTRADE-School.

Die FAIRTRADE-Stadt Hallein setzt als Schulstandort auch in Zukunft auf die Zusammenarbeit mit den Schulen der Stadt. Die BHAK/BHAS Hallein ist bereits die dritte FAIRTRADE-School im Ort, erst letztes Jahr wurde das BG/BRG Hallein für ihr Engagement ausgezeichnet.

Wie wird man zur FAIRTRADE-School? – Infos dazu gibt es hier auf der Seite von FAIRTRADE Österreich: https://www.fairtrade.at/aktiv-werden/in-der-schule/fairtrade-school-werden

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Interview mit Sophie Waldmann, Biosphärenpark Lungau – Bildungsreferentin

Bei dem Besuch im Rahmen der Fit für 2050 – Radtour für Klimaschutz und Fairen Handel habe ich einige Mitglieder des engagierten Teams des UNESCO Biosphärenpark und Regionalverband Salzburger Lungau nach ihrer Motivation gefragt, hier das Interview mit Sophie Waldmann:

(1) Liebe Sophie, du bist die Bildungsreferentin des Biosphärenparks. Was kann man sich darunter vorstellen, was ist dir wichtig?

Es ist wichtig, den Kindern schon von klein auf, also bereits im Kindergarten, eine Wertschätzung und ein Gefühl für unsere Biosphäre zu vermitteln. Im Kindergarten steht vor allem das Erleben in und mit der Natur im Fokus. Je älter die Kinder sind, desto mehr werden Zusammenhänge vermittelt, zum Beispiel eben auch das Verständnis für Fair Trade, Regionalität und Saisonalität. Es freut mich besonders, dass ich die Aufgabe der Bildungsreferentin für unseren Biosphärenpark inne habe und somit eine Schnittstelle für Pädagog:innen und Kinder/ Schüler:innen bin.

(2) Wir beide sind drei Tage gemeinsam im Lungau unterwegs gewesen und haben Eis und Kaffee klimafreundlich mit dem Rad zu den Schulen und zu Bildungseinrichtungen gebracht, die in der Woche der Biosphäre tolle Projekte eingereicht haben. Mich hat besonders gefreut, dass für die Lungauer Kinder FAIRTRADE ein Begriff ist und sie schon wissen, warum Fairer Handel wichtig ist. Was ist deine schönste Erinnerung an die Tour?

Es hat mich besonders gefreut, dass wir gemeinsam zu den Schulen geradelt sind. Es war ein tolles Erlebnis und vor allem ist die Aktion gut angekommen und ich denke, dass unsere Intentionen durch die Radaktion gut vermittelt werden konnten. Eine sehr schöne Erinnerung ist sicherlich die Freude der Kinder und vor allem, wenn bereits von Schüler:innen erkannt wird, welche Zusammenhänge und ganzheitliche Sichtweisen in einem Biosphärenpark stecken.

(3) Wir haben viel Spaß gehabt, es war dennoch eine Herausforderung. Die Kinder waren sichtlich beeindruckt, dass das Eis von dir geradelt wurde. Gibt es eine Wiederholung, in der einen oder anderen Form? Oder anders gefragt, würdest du es wieder machen?

Auf jeden Fall wäre ich wieder dabei, es war mir eine große Freude mit dir und somit auch für Fairtrade und für den Biosphärenpark zu radeln! 😊

Sophie Waldmann
SOPHIE WALDMANN, BED. MA
Biosphärenpark Bildungsreferentin

Tel.: +43 6472 7740 21
Mobil: +43 664 22 6 33 23
bildung@lungau.org
https://www.biosphaerenpark.eu/neue-bildungsreferentin-sophie-waldmann/

KLIMA- & ENERGIEMODELLREGION LUNGAU

Biosphärenpark Lungau
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Interview mit Georg Macheiner, verantwortlich für die Klima- und Energiemodellregion Lungau

Bei dem Besuch im Rahmen der Fit für 2050 – Radtour für Klimaschutz und Fairen Handel habe ich einige Mitglieder des engagierten Teams des UNESCO Biosphärenpark und Regionalverband Salzburger Lungau nach ihrer Motivation gefragt, hier das Interview mit Georg Macheiner:

(1) Lieber Georg, du bist seit Jahresbeginn wieder im Lungau und für die KEM Lungau zuständig. “Gemeinsam für die Energiewende”, ist ein großes und wichtiges Ziel. Daneben ist die Mobilität im Lungau sicher ein wichtiges, gleichzeitig aber auch schwieriges Thema. Wie gehst du/ geht ihr das an? Wie kann man die Menschen für diese Themen gewinnen?

Die Energie- und Mobilitätswende sind die Schlüsselfaktoren im Klimaschutz! Raus aus den Fossilen, rein in die Erneuerbaren, Steigerung der Effizienz und damit Einsparungen im Verbrauch! Damit uns das gelingt, versuchen wir auf allen Ebenen mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, einen umfassenden Blick über die Region zu gewinnen, die Potentiale zu nutzen und die Entscheidungsträger:innen bestmöglich zu servicieren, zu sensibilisieren und zu unterstützen. Dabei ist die KEM aber nicht alleine, sondern bin ich mit meinen österreichischen Kolleg:innen in intensivem Austausch. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden – wir müssen aber das Tempo massiv anziehen und gemeinsam in die richtige Richtung gehen! Der Lungau hat gewaltiges Potential und ist auf einem guten Weg. Im Mobilitätsbereich stehen wir aber natürlich vor sehr großen Herausforderungen!   

Insgesamt habe ich das Gefühl, dass die Gesellschaft schon sehr weit ist: die Energiewende wird in vielen Bereichen eingefordert. Die tatsächliche Umsetzung und was es dafür braucht ist natürlich im Detail oft nicht einfach. Dafür braucht es passende Rahmenbedingungen aber auch die passenden Aktionen und Projekte auf unterschiedlichen Ebenen. Als KEM steht mir eine ganze Palette an Instrumenten zur Verfügung: Angefangen von einfachen Beratungen, über den Kontaktaufbau, das bekannte Netzwerken und Koordinieren bis hin zu hoffentlich auch bald wieder Live-Veranstaltungen, Workshops und so weiter. Meine Aufgabe besteht darin, diese Themen weiter zu treiben, best-practices vor den Vorhang zu holen, Projekte zu unterstützen bzw. anzustoßen.

(2) Wir haben uns durch die FAIRTRADE-Arbeitsgruppe Mariapfarr kennengelernt, du vertrittst jetzt die KEM Lungau. Wo siehst du als KEM – Manager das Potential und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den FAIRTRADE-Gemeinden

FAIRTRADE, Klimaschutz und damit die energie- und Mobilitätswende hängen für mich aus mehreren Gründen untrennbar zusammen. Da sind einerseits schon spürbare Veränderungen nicht nur im globalen Süden, sondern auch bei uns, die die Produzenten vor immer größere Herausforderungen stellen. Wetterextreme, Naturkatastrophen aber auch menschliches Leid sind damit verbunden. FAIRTRADE ist für mich eine geeignete Möglichkeit unsere gesellschaftlichen Wertesysteme ins Zentrum zu rücken und an diesen zu arbeiten. Etwa im Bereich bewusster Konsum, faire und transparente Lieferketten, Wahrung der Menschenrechte, nachhaltige Beschaffung, Ressourcenschutz und so weiter. Das alles sind wichtige Zutaten für eine globale(!) nachhaltige Entwicklung, die es unbedingt braucht! Die FAIRTRADE Gemeinden sind für mich eine Möglichkeit diese Themen in der Region zu kommunizieren, sie herunterzubrechen und greifbar zu machen und so ein Bewusstsein dafür zu schaffen.

(3) Radfahren im Lungau bei Sonnenschein ist ein Traum. Zusätzlich hat die KEM die Aufgabe Maßnahmen zu setzen, um die ÖPNV in der Region noch attraktiver zu machen. Übers Jahr betrachtet, inwieweit ist es dir persönlich möglich, deine beruflichen Termine klimafreundlich zurückzulegen?

Ich fahre, wenn immer es möglich ist, öffentlich und bin stolzer Besitzer einer Jahreskarte für den ÖPNV! Viele Termine können auch leicht per Online-Meeting stattfinden – das möchte ich jedenfalls beibehalten. Natürlich braucht es aber auch die persönlichen Treffen. Hier gilt es aber zukünftig mehr darauf zu achten, welche Termine in welcher Form am besten abgehalten werden können. Zusätzlich versuche ich meine Termine örtlich und zeitlich so zu legen, dass ich die Fahrten und Weglängen minimieren kann. Mobilitätswende heißt: 1. Vermeiden und 2. Verlagern. Die KEM hat das Ziel diese Aspekte voranzutreiben. Sämtliche Aktivitäten, die in der Region diesbezüglich stattfinden, will ich im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen.

GEORG MACHEINER, MSC
KEM Management, Energie & Mobilität Biosphärenpark

Tel.: +43 6472 7740 20
Mobil: : +43 664 91 64 723
georg.macheiner@lungau.org
https://www.biosphaerenpark.eu/kem/team-kontakt/

KLIMA- & ENERGIEMODELLREGION LUNGAU

https://biosphaerenpark.eu/kem/

Biosphärenpark Lungau
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Interview mit Markus Schaflechner, Biosphärenpark Lungau – Geschäftsführung Regionalverband & Leitung Biosphärenpark

Bei dem Besuch im Rahmen der Fit für 2050 – Radtour für Klimaschutz und Fairen Handel habe ich einige Mitglieder des engagierten Teams des UNESCO Biosphärenpark und Regionalverband Salzburger Lungau nach ihrer Motivation gefragt, hier das Interview mit Markus Schaflechner:

(1) lieber Markus, wir kennen uns jetzt schon seit einigen Jahren, die Fairtade Gemeinden und die angehende Fairtade Region Lungau darf von Anfang an auf deine/eure Unterstützung bauen. Dafür ein ganz herzliches Danke! Euer gemeinsames Ziel im Biosphärenpark, ist die nachhaltige Entwicklung der Region, der Erhalt der Ursprünglichkeit und die ganzheitliche Entwicklung. Das ist ein großes Ziel, wofür eine ganze Region an einem Strang ziehen muss. Wie gelingt es dir/euch, die Menschen dafür zu gewinnen?

Das ist wahrlich nicht immer eine einfache Aufgabe, denn auf eine regionale- und vor allem nachhaltige Entwicklung einer Region wie unserer, wirken viele unterschiedliche Erwartungshaltungen. Welche noch durch die verschiedenen Meinungen hinsichtlich der Umsetzung bzw. der Erreichung von den jeweiligen Zielen betrifft, verstärkt wird. Aber ich glaube, darin liegt auch die größte Chance. Als UNESCO Biosphärenpark werden wir von den drei Leitzeielen ERHALTEN, ENTWICKELN und PARTIZIPIEREN begleitet und die Menschen im Lungau haben eine große Sensibilität für den Wert ihrer Heimat und tun auch sehr viel dafür, diesen wertvollen Lebens- und Wirtschaftsraum mit seiner einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft zu erhalten. Damit ist schon eine sehr gute Basis vorliegend, die durch die Unterstützung einer konstruktiven Kommunikation, viele Schnittstellen in der Region sichtbar macht und damit den Menschen auch greifbar vor Augen führt, dass wir grundsätzlich in vielen Dingen ein gleiches Verständnis für unsere gesamte Umwelt haben. Im Biosphärenparkmanagement fungieren wir somit oftmals als „Drehscheibe, Übersetzer, Vermittler und natürlich auch als Umsetzer. Der wertschätzende Dialog in alle Himmelsrichtungen spielt dabei eine zentrale Rolle, denn als Regionalentwickler agieren wir oftmals lateral.

(2) Weltweit sind Kleinbauern:innen für die Ernährung der Weltbevölkerung wesentlich. Gleichzeitig gehören diese Menschen zu den ärmsten der Armen, vor allem in den Ländern ded Globalen Südens. Fairtrade setzt sich für den Erhalt der kleinbäuerlichen Strukturen ein. Faire Bezahlung ist dafür einer der Schlüssel. Wie sieht du die Situation im Lungau, der ebenfalls von der Vielschichtigkeit der kleinbäuerlichen Wirtschaftens geprägt ist? 

Albert Einstein hat einmal sinngemäß gemeint: „Wenn du etwas mit einfachen Worten nicht erklären kannst, dann hast du es nicht verstanden…“ Diesen Worten Glauben schenkend könnte man weiter ausführen, wenn ich etwas für mich nicht verstehe, nicht in meine Sprache bzw. Lebenswelt übersetzen kann, warum sollte ich mich dann intensiver damit auseinandersetzen. Ich finde „Fairtrade“ geht uns alle an und es beginnt auch direkt von der Haustür jedes einzelnen. Das versuchen wir im Biosphärenpark auch ganz stark zu kommunizieren. Manchmal ist der Bauer in Mexiko emotional zu weit weg, doch mein Nachbar, der vielleicht Lebensmittel produziert und wo unserer Kinder ggf. noch gemeinsam in die Schule gehen, der ist mir nah. Über die Produktion und den Wert dieser heimischen Lebensmittel lässt sich dann auch leichter die Brücke nach „Mexiko“ schlagen. Diese Zusammenhänge entdecke ich oft in den jeweiligen Gesprächen zu diesem Thema und dann auch die dabei entstehe Solidarität, die über tausende von Kilometer auf plötzlich unerklärbare Weise entsteht.

(3) Ich erlebe dich als Menschen, der auf Menschen zugeht und zuhört. Der Lungau hat ca. 21.000 Ei wohner. Mit wie vielen hast du schätzungsweise noch nicht persönlich gesprochen 😉

(…lacht) Das ist eine schwierige Frage, die ich mit einer Zahl nicht beantworten kann, aber vielleicht mit der Entwicklung in den letzten 6 Jahren. Ich habe 2015 die Verantwortung für den UNESCO Biosphärenpark Salzburger Lungau übernehmen dürfen. Und das erste Jahr war wirklich herausfordernd. Nicht nur weil ich alleine für dieses wichtige Thema in der gesamten Region zuständig war, sondern es bereits eine dreijährige Vorgeschichte dazu gab. Der Lungau wurde bekanntlich 2012 gemeinsam mit den Kärntner Nockberge zum UNESCO Biosphärenpark ausgezeichnet. Viele meiner Begegnungen in der Anfangszeit waren von Enttäuschungen aus der Vergangenheit begleitet und somit auch von Skepsis umgeben, was den Biosphärenpark betrifft.

Oftmals stellte sich dann bei den Gesprächen heraus, dass diese Enttäuschungen aus nicht erfüllten Erwartungshaltungen stammten, wobei diese im Detail sehr oft unklar waren. Für einige war der Biosphärenpark bzw. die Auszeichnung dazu eine Art „Eierlegende Wollmilchsau“ was er natürlich nicht ist. „Biosphäre“ könnte man frei übersetzen als „Lebensraum“ und eine UNESCO Biosphärenpark ist eine sehr hohe Auszeichnung der Vereinten Nationen für unseren Lebensraum, für unsere Biosphäre Lungau. Aber noch mehr ist ein UNESCO Biosphärenpark ein Auftrag für die Zukunft, intelligente Lösungen und Wege für die hier lebenden Menschen und ihrer Umwelt zu finden bzw. zu gehen.

Um auf deine Ursprungsfrage zurückzukomme glaube ich, dass sich in den letzten 6 Jahren im Lungau einiges im Sinne unseres Biosphärenparks getan hat und die weitere Entwicklung dazu mich sehr positiv stimmt. Somit könnte ich sagen, dass ich bei weitem noch nicht mit allen gesprochen habe, aber doch einige schon begeistern konnte, gemeinsam diesen nachhaltigen Weg zu gehen. Außerdem ist das Biosphärenparkmanagement eine Lebensaufgabe und somit bleiben mir hoffentlich noch viele Jahre, um diese interessanten Gespräche (mit allen im Lungau 😊) führen zu dürfen.

Markus Schaflechner Biosphärenpark
MARKUS SCHAFLECHNER, MSC, MBA
Geschäftsführung Regionalverband & Leitung Biosphärenpark

Tel.: +43 6472 7740 33
markus.schaflechner@lungau.org

Biosphärenpark Lungau